Aus den Gesellschaften
Bucyrus übernimmt Bergbaugeschäft von Terex
Der US-Bergbaukonzern Bucyrus International, Inc. will das Bergbauausrüstungsgeschäft des US-Maschinenbaukonzerns Terex Corporation für einen Preis von 1,3 Mrd. US-$ in bar übernehmen. Ein Teil des Kaufpreises in Höhe von 300 Mio. US-$ kann auf Verlangen von Terex auch in Form von Bucyrus-Aktien erfolgen. Das Bergbauausüstungsgeschäft von Terex verfügt über 38 Produktionsstätten mit rund 2.150 Beschäftigten. Terex stellt unter anderem die weltweit größten hydraulischen Bagger her, außerdem robuste Nutzfahrzeuge, moderne Bohrmaschinen sowie Geräte für den Endböschungsbau. Der größte Hydraulikbagger der Welt, der Terex O & K RH 400, wird im deutschen Terex-Werk in Dortmund produziert. Die Krupp-Tochter Orenstein & Koppel Mining (O & K) hatte Terex 1997 erworben. Durch die Übernahme erweitert Bucyrus seine Belegschaft auf rund 10.000 Mitarbeiter. Die Bergbauausrüstungen von Bucyrus für den Übertageabbau werden für den Abbau von Kohle, Kupfer, Eisenerz, Ölsand und sonstige Mineralien eingesetzt. Die Untertageabbau-Ausrüstungen vom Bucyrus werden vornehmlich bei der Kohleforderung, aber auch bei der Gewinnung von Mineralien genutzt. Der Sitz von Bucyrus befindet sich in South Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin.
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Intesa Sanpaolo verkauft Teil des Wertpapiergeschäfts
Die italienische Bank Intesa Sanpaolo verkauft Teile ih-res Wertpapierdienstleistungsgeschäfts an den US-Finanzdienstleister State Street Corp. für einen Preis von rund 1,75 Mrd. €. Die Wertpapiersparte von Intesa Sanpaolo besteht aus zwei separaten rechtlichen Einhei-ten, der Intesa Sanpaolo Servizi Transazionali und der Sanpaolo Bank Luxembourg. Im Rahmen der Transaktion sollen sämtliche italienischen Aktivitäten auf die Intesa Sanpaolo Servizi Transazionali übertragen werden. Das verkaufte Wertpapiergeschäft umfasst die Wertpapierabwicklung und -verwahrung ausländischer Wertpapiere sowie die Fondsverwaltung. Die Wertpapierverwaltung italienischer Wertpapiere ist nicht Teil der Transaktion. Die verkauften Teile gehören nach An-gaben von Intesa Sanpaolo nicht zum strategischen Kerngeschäft. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf will Intesa Sanpaolo ihr Kernkapital stärken.
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Sanofi-Aventis will Acquire Chattem über-nehmen
Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis will 100 % der Anteile an der Chattem, Inc. in einer Bartransaktion in Höhe von 93,50 US-$ pro Aktie übernehmen. Der Gesamtwert der Transaktion liegt bei rund 1,9 Mrd. US-$. Chattem ist ein 130 Jahre alter Hersteller von verschreibungsfreien Arzneimitteln, Kosmetikartikeln und Produkten zur Nahrungsergänzung. Chattem hat den Sitz in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee. Zu den Chattem-Marken gehören Gold Bond, Icy Hot, ACT, Cortizone-10, Selsun Blue und Unisom. Mit der Übernahme von Chattem wird Sanofi-Aventis zum weltweit fünftgrößten Hersteller von Gesundheitsprodukten. In den USA war Sanofi-Aventis im Over the Counter (OTC)-Geschäft mit frei verkäuflichen Arznei- und Gesundheitsmitteln bislang nicht direkt präsent. Weltweit erzielt der Phamakonzern aber in diesem Segment einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. €. Nach Angaben von Sanfoi-Aventis repräsentieren die USA rund ein Viertel des Weltmarkts für verschreibungsfreie Ge-sundheitsprodukte.
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Deutsche Bank kauft Geschäftseinheiten von ABN Amro
Die niederländische Großbank ABN Amro Bank N.V. verkauft die New HBU II N.V. und die IFN Finance B.V. an die Deutsche Bank AG. Der Kaufpreis für die beiden Gesellschaften liegt bei 700 Mio. €. Im Kaupfreis enthalten ist eine Garantie der ABN Amro für 75 % der Verluste im übernommenen Kreditportfolio. Auch andere, nicht näher spezifizierte Verbindlichkeiten und Kosten wurden im Kaufpreis berücksichtigt. Die beiden Gesellschaften gehören zum Bereich Commercial Banking von ABN Amro. Die HBU Hollandsche Bank-Unie ist im Firmenkundengeschäft tätig, die IFN Finance ist auf das Factoringgeschäft spezialisiert. Mit der Übernahme der beiden Geschäftseinheiten wird die Deutsche Bank zur viertgrößten Anbieterin im Firmen-kundengeschäft und im Investment Banking in den Niederlanden.
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Swatch verkauft Microcomponents nach Singapur
Die Swatch Group AG mit Sitz im Schweizerischen Biel verkauft die als Zulieferer für die Autoindustrie tätige Tochterfirma Microcomponents AG an die Firma Juken Technology mit Sitz in Singapur. Der Verkauf beinhaltet sämtliche Produktionsmaschinen in der Schweiz und im chinesischen Zhuhai, die bei Microcomponents eingesetzt werden sowie die Fertig- und Halbfertigprodukte, die sich im Eigentum von Microcomponents befinden. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Microcomponents stellt Schrittmotoren für die Automobilindustrie her. Dazu gehören Cockpit-Anzeigen für Geschwindigkeit, Drehzahl, Benzinniveau usw. Im Rahmen der Fokussierung auf ihr Kerngeschäft hat sich die Swatch Group entschieden, den Bereich zu verkaufen. Die Firma Juken Technology ist ein langjähriger Geschäftspartner der Microcomponents AG und seit über 20 Jahren in diesem Geschäft tätig.
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Siemens verkauft Dräger Medical-Anteil
Siemens verkauft seinen 25%igen Anteil an der Dräger Medical AG & Co. KG an den Mehrheitseigner Dräger. Das Medizintechnik-Unternehmen geht damit vollständig in den Besitz von Dräger über. Der Verkaufserlös, der bei rund 250 Mio. € liegt, enthält eine Bar-, Kredit- und Optionskomponente. 175 Mio. € erhält Siemens nach Abschluss der Transaktion in bar. Für weitere 68,5 Mio. € gewährt Siemens der Drägerwerk AG & Co. KGaA einen Kredit. Außerdem wurde eine Optionsvereinbarung mit einer Laufzeit von fünf Jahren getroffen. Die Option hat einen Wert von 6,5 Mio. €. Siemens und Dräger wollen mit dem Verkauf des Dräger Medical-Anteils die Komplexität auf beiden Seiten reduzieren. Siemens hatte im Jahr 2003 das Geschäft des Unternehmensbereichs Elektromedizin in das Medizintechnik-Geschäft von Dräger eingebracht und erhielt dafür einen Anteil von 35 % an der Dräger Medical AG & Co. KGaA. Im Jahr 2007 reduzierte Siemens seine Beteiligung auf 25 %.
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Merz Pharma will Bioform Medical über-nehmen
Die Frankfurter Merz Pharma-Gruppe will die kalifornische Bioform Medical, Inc. mit Sitz in San Mateo übernehmen. Merz will sämtliche ausgegebenen Aktien der Bioform Medical für 5,45 US-$ pro Aktie in bar im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots kaufen. Die Transaktion hat ein Volumen von ca. 253 Mio. US-$. Bioform Medical, Inc. ist im Bereich der ästhetischen Medizin tätig. Mit seinem Produkt Radiesse ist Bioform Medical ein führender Anbieter auf dem Gebiet der dermalen Filler in den USA und Europa. Dermale Filler sind Füllsubstanzen, die zur Faltenbehandlung, Lippenverschönerung, Volumenformung und Gesichtskonturierung eingesetzt werden. Nach dem vollständigen Abschluss der Transaktion wird Bioform Medical eine 100%ige Tochter von Merz sein und in Merz Aesthetics umbenannt werden. Die 1999 gegründete Bioform erzielte im Geschäftsjahr 2008/09 (Ende Juni) einen Umsatz von 66,5 Mio. US-$. Die Merz Pharma-Gruppe hat ihren Schwerpunkt bei Arzneimitteln zur Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen. Ein weiteres Kompetenzfeld von Merz ist die klinische und ästhetische Dermatologie. Darüber hinaus ist Merz im nicht-pharmakologischen Gesundheitsbereich tätig. Die Merz Pharma-Gruppe beschäftigt weltweit 1.745 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2008/09 erzielte das Unter-nehmen einen Umsatz von 589,8 Mio. €.
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Microsoft und HP investieren in Cloud Computing
Hewlett-Packard (HP) und Microsoft haben bekannt gegeben, dass sie in den nächsten drei Jahren 250 Mio. US-$ in die Vereinfachung von IT-Umgebungen investieren wollen. Die beiden Unternehmen wollen neue integrierte Lösungen anbieten, die die Nutzung von Cloud Computing in Unternehmen fördern. Insgesamt sollen so die IT-Kosten gesenkt werden. Beim Cloud Computing erfolgt die Datenverarbeitung und -verwaltung über PCs, die durch das Internet miteinander verbunden sind. Die Softwareprogramme laufen dabei nicht auf den Computern der Nutzer selbst, sondern auf externen Rechnern. HP und Microsoft wollen auf der Microsoft Cloud Computing-Plattform Windows-Azure zusammenarbeiten. HP bietet Dienstleistungen an und Microsoft wird in HP-Hardware für Windows-Azure-Infrastrukturen investieren. Das Abkommen stellt nach Angaben von Microsoft und HP die bisher umfassendste Integration der Branche dar. Im Rahmen der Vereinbarung wollen HP und Microsoft gemeinsam einen strategischen Fahrplan entwickeln für Datenmanagement-Lösungen, integrierte Anwendungspakete, Virtualisierungsangebote sowie Management-Werkzeuge.
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Swiss Re verkauft Risiken an Berkshire Hathaway
Der Schweizer Versicherungskonzern Swiss Re hat den Abschluss einer US-Einzelleben-Retrozessionstransaktion mit Berkshire Hathaway bekannt gegeben. Swiss Re wird auf Basis einer 100%igen Quotenrückversicherung ein geschlossenes Portfolio von jährlich erneuerbarem, vor 2004 gezeichnetem Einzelleben-Rückversicherungsgeschäft bei der Berkshire Hathaway Life Insurance Company of Nebraska rückversichern. Die Transaktion tritt rückwirkend ab 1.10.2009 in Kraft und wird von Swiss Re im ersten Quartal 2010 verbucht. Swiss Re erhält eine Rückversicherungsprovision in der Größenordnung von 1,3 Mrd. CHF und wird durch die Transaktion gleichzeitig Kapital in Höhe von 0,3 Mrd. CHF freisetzen. Swiss Re wird für das betreffende Portfolio auch künftig die Verwaltungs- und Reporting-Dienstleistungen erbringen. Die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG Swiss Re ist ein führender globaler Rückversicherer. Swiss Re wurde 1863 in Zürich gegründet.
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Zeitungsverlage und TNT Post gründen Mail Alliance
TNT Post Deutschland, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die Logistic-Mail-Factory (ein Unternehmen der Augsburger Mediengruppe Pressedruck) und der Citipost-Verbund haben eine Mail Alliance gegründet. Die Mail Alliance will sich bundesweit am Briefmarkt etablieren und eine Alternative zur Deutschen Post darstellen. Die Mail Alliance verfügt über 50 Zustellunternehmen, vier Hubs und ein gemeinsames IT-System. Die operative Arbeit wurde Ende Januar 2010 aufgenommen. Weitere Partner sollen sich dem Bündnis im Laufe des Jahre anschließen. TNT Post Deutschland ist Teil der Unternehmensgruppe TNT N.V. mit Sitz im niederländischen Hoofddorp. TNT operiert in mehr als 200 Ländern und beschäftigt rund 151.500 Mitarbeiter. 2008 konnte TNT Umsätze in Höhe von 11,1 Mrd. € erzielen. Zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH gehören unter anderem die Regionalzeitungsverlage Main Post, Südkurier, Saarbrücker Zeitung, Trierischer Volksfreund und Lausitzer Rundschau. Gesellschafter der Citipost-Verbund-GmbH sind 24 Postdienstleistungsunternehmen aus Niedersachsen, Bremen, Ostwestfalen-Lippe und Nordhessen. Es handelt sich dabei um Postunternehmen mit Beteiligungen der jeweiligen regionalen Zeitungsverlage. Das wichtigste Produkt der Mediengruppe Pressedruck ist die Augsburger Allgemeine.
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Hypo Real Estate beantragt Bad Bank
Die Hypo Real Estate Holding AG (HRE) hat in Abstimmung mit dem Finanzmarktstabilisierungsfonds bei der Finanzmarktstabilisierungsanstalt einen Antrag auf Errichtung einer Abwicklungsanstalt zum wertschonenden Abbau von Vermögensgegenständen gestellt. Auf diese Abwicklungsanstalt, umgangssprachlich auch Bad Bank genannt, will der HRE-Konzern nicht-strategierelevante Geschäftsbereiche und weitere Bilanzpositionen übertragen. Die Übertragung soll im zweiten Halbjahr 2010 erfolgen und Vermögenswerte bis zu 210 Mrd. € umfassen. Vor allem Teile der Staatsfinanzierungs- und Immobilienfinanzierungsportfolien der Depfa Bank plc und der Deutsche Pfandbriefbank AG sollen auf die Abwicklungsanstalt übertragen werden. Auch Vermögenswerte anderer Konzerngesellschaften, insbesondere der Dubliner Depfa ACS Bank, der Luxemburger Hypo Pfandbriefbank International und der Dubliner Hypo Public Finance Bank könnten auf die Abwicklungsanstalt übergehen. Hinzukommen könnten außerdem strukturierte Produkte und Handelspositionen, die mit erhöhten Ausfallrisiken behaftet sind sowie Derivatepositionen, die vor allem Absicherungs-geschäfte darstellen. Schließlich könnten neben Aktiva auch ausgewählte Refinanzierungsmittel auf die Abwicklungsanstalt übertragen werden.
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