Themenvorschau

Die nachstehenden Beiträge sind für die nächsten Ausgaben der AG vorgesehen. Die Auflistung entspricht nicht zwingend der Reihenfolge des Erscheinens. 

  • Prof. Dr. Walter Bayer / Prof. Dr. Jan Lieder / Dipl.-Kfm. Thomas Hoffmann, Übertragung des gesamten Gesellschaftsvermögens nach § 179a AktG - Eine rechtstatsächliche Umschau mit Würdigung -
    Über das rechtstatsächliche Vorkommen der Übertragung des gesamten Gesellschaftsvermögens nach § 179a AktG ist wenig bekannt. Der Aufsatz leistet einen Beitrag zur Schließung dieser For-schungslücke. In Abgrenzung zu den Holzmüller/Gelatine-Maßnahmen untersucht er gezielt die Zustimmungsbeschlüsse zur Übertragung des gesamten Vermögens in einem Zeitraum ab 2007. Es zeigt sich, dass die Hauptversammlung oftmals rein prophylaktisch über solche Verpflichtungsgeschäfte abstimmt. Grund dafür sind rechtliche Unsicherheiten über den Begriff des ganzen Vermögens iSd. § 179a AktG. Bemerkenswert ist weiterhin die enorme Bandbreite von Motiven, die für solche Transaktionen ausschlaggebend waren. Auch wenn bestimmte wirtschaftliche Ziele heute durch andere gesellschaftsrechtliche Maßnahmen zum Teil einfacher und schneller erreicht werden können, belegt die Untersuchung, dass der Übertragung des gesamten Gesellschaftsvermögens nach § 179a AktG auch weiterhin ein veritabler praktischer Anwendungsbereich verbleibt.


  • Lukas Beck, Konzernrecht für die Konzernwirklichkeit - Haftungsvermeidende Unternehmensorganisation innerhalb und außerhalb des Gesellschaftsrechts -
    Früher wurde über Konzerne vor allem auf der Bühne des Gesellschaftsrechts diskutiert. Nach wie vor besteht hieran Bedarf. Hinzugekommen ist in jüngster Zeit die Aufmerksamkeit anderer Rechtsgebiete. Sie versuchen Antworten darauf zu finden, wie Konzerne anstelle von Einzelunternehmen sich in dem von diesen Rechtsgebieten geregelten Lebensbereichen verhalten. Anforderungen an Konzerne werden verstärkt dadurch bestimmt, dass haftungsträchtige Szenarien aufgezeigt werden. Das betrifft das Kartellrecht, insbesondere nach jüngsten Änderungen im Zuge der 9. GWB-Novelle und sonstiges Straf- und öffentliches Recht, durch welches verhindert werden soll, dass Rechtsverstöße begangen werden. Erkannt werden muss auch, dass fehlerhafte Abläufe in der Unternehmensorganisation - wie etwa aktuell der sog. "VW-Abgasskandal" - sich nicht ohne eine Berücksichtigung ihrer Konzerndimensionalität rechtlich zutreffend behandeln lassen. Der Beitrag verschafft hierüber einen Überblick.