Themenvorschau

Die nachstehenden Beiträge sind für die nächsten Ausgaben der AG vorgesehen. Die Auflistung entspricht nicht zwingend der Reihenfolge des Erscheinens.
 

Univ.-Prof. Dr. rer. pol (habil.) Dr. iur. Dipl.-Kfm. Manuel R. Theisen
Aufsichtsratsbudget für einen finanzautonomen Aufsichtsrat

Das Aufsichtsratsbudget ist seit langem Gegenstand einer kontroversen Diskussion im aktienrechtlichen Schrifttum. Der Beitrag greift die bislang vertretenen Ansichten auf und arbeitet in einer interdisziplinären Untersuchung heraus, dass eine finanzielle Autonomie des Aufsichtsrats erforderlich ist, um eine effektive Überwachung des Vorstands zu gewährleisten. Auf dieser Grundlage werden konkrete Regelungsvorschläge hinsichtlich der Aufsichtsratsvergütung und des Aufsichtsratsbudgets entwickelt.
 

RA Dr. Thomas Müller-Bonanni / RAin Dr. Alice Jenner / RA Dr. Philip Denninger
Praxisfragen der Vorstandsvergütung nach ARUG II und neuem DCGK

Das ARUG II und die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex bringen weitreichende Änderungen im Bereich der Vorstandsvergütung mit sich. Einen wesentlichen Bestandteil der Neuregelungen stellen die nunmehr zwingenden Vergütungssysteme dar. Da sich die bislang veröffentlichten Vergütungssysteme zum Teil erheblich voneinander unterscheiden, was unter anderem auf unterschiedliche Interpretationen der neuen Regelungen zurückgeht, unternimmt der Beitrag den Versuch einer Klärung besonders wichtiger Praxisfragen aus dem Bereich der Vorstandsvergütung.
 

RA Dr. York Schnorbus / RA Dr. Stephan Rauch / RAin Manon Grimm
Die marktorientierte Bewertungsmethode im Spruchverfahren

Der Börsenkurs ist seit der DAT/Altana-Entscheidung des BVerfG aus dem Jahr 1999 eine maßgebliche Referenzgröße bei der Beurteilung der Angemessenheit der Abfindung von Minderheitsaktionären im Spruchverfahren. Dennoch ist mehr als 20 Jahre danach die methodenrechtliche Einordnung des Börsenkurses weiterhin unklar. Die Autoren arbeiten unter Berücksichtigung der aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung heraus, dass der marktorientierten Bewertungsmethode bei der Ermittlung des Unternehmenswertes der Vorzug gewährt werden sollte.
 

RA Dr. Thorsten Kuthe / Alexander Hübner
Anforderung an die Liquidität von Aktien als Gegenleistung i.S.v. § 31 Abs. 2 Satz 1 WpÜG

In einer auf­se­hen­er­re­genden Entscheidung vom 11.1.2021 - WpÜG 1/20 hat das OLG Frankfurt sehr hohe Anforderungen an die Liquidität von Aktien aufgestellt, die im Rahmen öffentlicher Übernahmen nach § 31 Abs. 2 Satz 1 WpÜG als Gegenleistung angeboten werden. Die Autoren legen dar, dass die meisten Bieter wegen dieser Anforderungen von Tauschangeboten praktisch ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund plädieren sie für einen flexibleren Ansatz bei der Bestimmung der Liquidität.