Themenvorschau

Die nachstehenden Beiträge sind für die nächsten Ausgaben der AG vorgesehen. Die Auflistung entspricht nicht zwingend der Reihenfolge des Erscheinens.

 

 

  • Thomale, Chris, Zum subjektiven Tatbestand der Unterlassungshaftung nach § 97 WpHG
    Wenn ein Emittent seine Ad-hoc-Publizitätspflichten dadurch verletzt, dass er eine gebotene Veröffentlichung verzögert oder ganz unterlässt, haftet er in Deutschland nach § 97 WpHG auf Schadenersatz. Die objektiven Tatbestandsmerkmale dieser Norm sind gut erforscht. Weitestgehend ungeklärt ist indes der subjektive Tatbestand des § 97 WpHG. Diese Lücke möchte der Beitrag schließen. Unter Anwendung der allgemein anerkannten Auslegungsmethoden kommt er zu dem Schluss, dass § 97 Abs. 1 WpHG die Kenntnis des Emittenten von der haftungsbegründenden Insiderinformation voraussetzt.

  • Ruthardt, Frederik / Popp, Matthias, Unternehmensbewertung im Spiegel der Rechtsprechung - Entwicklungen im Jahr 2018
    Der Beitrag erläutert Entwicklungen zur Unternehmensbewertung in Spruchverfahren aus dem Jahr 2018. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit beschränkt sich der Beitrag auf die praxisrelevantesten Punkte bei der Anwendung des Ertragswertverfahrens. Daneben wird die zuletzt vermehrt diskutierte Bedeutung eines Methodenpluralismus, der Best-Practice-Empfehlungen der DVFA sowie von Fairness Opinions diskutiert.

  • Seidel, Joana Christin / Kromer, Eberhard, Fusion von Linde und Praxair auch ohne Hauptversammlungsbeschluss zulässig
    Die Kompetenzverteilung zwischen Vorstand und Hauptversammlung scheint auf den ersten Blick im Aktienrecht eindeutig geregelt. Gleichwohl gehört die Frage nach der (ungeschriebenen) Zuständigkeit der Hauptversammlung für Strukturmaßnahmen seit Jahrzehnten zu den umstrittensten Fragen des Gesellschaftsrechts. Der im Juni 2017 angekündigte Zusammenschluss der Linde AG und der US-amerikanischen Praxair Inc. hat diese Diskussion neu entfacht. Das LG München I hat in seinem Urteil jedoch die Vorstandskompetenzen gestärkt und entschieden, dass der Unternehmenszusammenschluss keiner gesonderten Zustimmung der Hauptversammlung der Linde AG bedurfte.