Themenvorschau

Die nachstehenden Beiträge sind für die nächsten Ausgaben der AG vorgesehen. Die Auflistung entspricht nicht zwingend der Reihenfolge des Erscheinens.

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Fleischer, LL.M. / Christian Kolb, LL.M., Abfindungsarbitrage und Unternehmensbewertung - Zum Bedeutungsaufschwung marktorientierter Bewertungsmethoden in Delaware
    In den letzten Jahren erwerben Hedgefonds im Zuge von Unternehmensübernahmen häufig Minderheitsbeteiligungen am Zielunternehmen, um auf einen höheren Betrag im späteren Abfindungsverfahren zu spekulieren. Diese als appraisal arbitrage bezeichnete Anlagestrategie hat in den Vereinigten Staaten eine lebhafte Debatte ausgelöst, die sich insbesondere um Fragen der marktorientierten Unternehmensbewertung bei M&A-Transaktionen dreht. Der Beitrag führt in diese Debatte ein und erläutert die jüngsten Änderungen in der Spruchpraxis und Gesetzgebung von Delaware. Anschließend schlägt er die Brücke nach Deutschland und beleuchtet die Relevanz der einschlägigen Argumente für das hiesige Recht der Unternehmensbewertung.

  • PD Dr. Chris Thomale, LL.M. (Yale), Zum subjektiven Tatbestand der Unterlassungshaftung nach § 97 WpHG
    Wenn ein Emittent seine Ad-hoc-Publizitätspflichten dadurch verletzt, dass er eine gebotene Veröffentlichung verzögert oder ganz unterlässt, haftet er in Deutschland nach § 97 WpHG auf Schadenersatz. Die objektiven Tatbestandsmerkmale dieser Norm sind gut erforscht. Weitestgehend ungeklärt ist indes der subjektive Tatbestand des § 97 WpHG. Diese Lücke möchte der Beitrag schließen. Unter Anwendung der allgemein anerkannten Auslegungsmethoden kommt er zu dem Schluss, dass § 97 Abs. 1 WpHG die Kenntnis des Emittenten von der haftungsbegründenden Insiderinformation voraussetzt.