Themenvorschau

Die nachstehenden Beiträge sind für die nächsten Ausgaben der AG vorgesehen. Die Auflistung entspricht nicht zwingend der Reihenfolge des Erscheinens. 

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Fleischer, Corporate Social Responsibility - Vermessung eines Forschungsfeldes aus rechtlicher Sicht
    Spätestens mit der CSR-Berichterstattungspflicht für große kapitalmarktorientierte Gesellschaften hat Corporate Social Responsibility das Aktien-, Bilanz- und Kapitalmarktrecht erreicht. Daher ist es höchste Zeit für eine orientierende Bestandsaufnahme. Der Beitrag widmet sich den aktien- und betriebswirtschaftlichen Grundlagen von CSR. Außerdem sichtet und systematisiert er die weit verstreuten Einzeldiskurse rund um CSR. Bei alledem legt er besonderen Wert darauf, die gegenwärtige Diskussion in einen größeren historischen und internationalen Kontext einzuordnen und die Zunft der Gesellschaftsrechtler für mögliche zukünftige Entwicklungsszenarien zu sensibilisieren.

  • RA Dr. Tobias A. Heinrich Farhad Jalinous, BA, JD, Grenzkontrollen am Ende der Seidenstraßen - Betrachtungen zu Investitionskontrollverfahren durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS)
    Die Bedeutung des CFIUS-Verfahrens als zentraler Bestandteil der U.S.-amerikanischen Investitionskontrolle und möglicher "show-stopper" für internationale M&A-Transaktionen beschäftigt zunehmend Investoren und Unternehmen auch in Deutschland. Anlass hierfür war zunächst das vielbeachtete Scheitern einiger hochkarätiger Technologietransaktionen in den letzten 18 Monaten (AIXTRON/Grand Chip Investment und Philips/GO Scale Capital), deren Schwerpunkte - jedenfalls dem äußeren Anschein nach - nicht in den USA lagen. Einige weitere Transaktionen unter deutscher Beteiligung wurden erst nach intensiver Prüfung (Osram/Ledvance) und der Verhängung von Auflagen (KUKA/Midea) durch CFIUS freigegeben. In den vorgenannten Fällen waren dabei chinesische Investoren betroffen und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem chinesische Outbound-Investitionen ein internationales Rekordniveau erreicht haben. Mit der gescheiterten Übernahme der Wolfspeed Inc. von Cree ist mit Infineon erstmals auch ein deutsches Unternehmen mit seinen eigenen Akquisitionsbemühungen in den USA an CFIUS gescheitert. Die in Bezug auf CFIUS existierende Gefährdungslage gewinnt mit diesen Beispielen auch aus deutscher Sicht zunehmend Konturen, und besteht vor allem in den Fällen, in denen in den USA belegene Vermögensgegenstände (insbesondere Technologie-Assets oder kritische Infrastrukturen) erworben oder veräußert werden oder ein deutsches Zielunternehmen mit einem U.S.-Business Gegenstand einer Übernahme wird. Der Beitrag erörtert Ablauf und Prüfungsmaßstab des oft als "Blackbox" beschriebenen CFIUS-Verfahrens und beleuchtet, wie die M&A-Praxis auf die hieraus resultierenden Herausforderungen reagiert. Er schließt mit der Betrachtung der aktuellen Reformbestrebungen auf deutscher und europäischer Ebene, die teilweise die Brücke schlagen zu der in den USA seit Inkrafttreten von Exon-Florio durch CFIUS entwickelten Rechtspraxis.